Modul 4 · iT-Personal & Organisation
Qualifizierte iT-Mitarbeiter sind im Fachkräftemangel kaum zu ersetzen. Wer die Personalstruktur eines Zielunternehmens kennt, kennt auch die Risiken – und die Chancen – der Transaktion.
Prüfungsgegenstand: Was wir konkret untersuchen
Die zentrale Frage dieses Moduls lautet: Verfügt das Zielunternehmen über ausreichende und qualifizierte iT-Kompetenzen, um den laufenden Betrieb zu sichern und die geplante Integration zu tragen? Wir untersuchen, ob das notwendige Wissen im Unternehmen vorhanden, dokumentiert und übertragbar ist.
Der Rahmen des Moduls:
- iT-Organisationsstruktur: Wie ist die iT aufgestellt – mit eigenen Mitarbeitern, externen Dienstleistern oder einer Mischform? Welche Rollen und Verantwortlichkeiten sind definiert?
- Kompetenzen im Team: Welche fachlichen Fähigkeiten sind vorhanden, und wo bestehen Lücken – sowohl in technischen als auch in organisatorischen Bereichen?
- Wissensmanagement: Ist das iT-Wissen dokumentiert und für andere zugänglich, oder hängt der Betrieb kritischer Systeme an einzelnen Personen?
- Externe Dienstleister: Welche Aufgaben sind ausgelagert, wie ist die Zusammenarbeit geregelt, und wie stark ist das Unternehmen von einzelnen Partnern abhängig?
- Nachfolge und Stabilität: Gibt es Vertretungsregelungen für kritische Rollen, und wie stabil ist das Team über die letzten Jahre gewesen?
Transaktionsrelevanz: Warum dieses Modul den Deal beeinflusst
iT-Fachkräfte sind knapp – und M&A-Prozesse lösen bei ihnen erfahrungsgemäß Unsicherheit aus, die zu Kündigungen führen kann, oft noch vor dem Closing. Wer erst nach der Übernahme merkt, dass das kritische Wissen das Unternehmen bereits verlassen hat, zahlt dafür mit verzögerten Integrationen, ungeplanten Kosten und im schlimmsten Fall mit dem Deal-Rationale selbst. Dieses Modul macht diese Risiken sichtbar – und zeigt, wo ein stabiles iT-Team den Transaktionswert tatsächlich steigert.
Typische Risiken
- Wissen geht mit der Person: Liegt das gesamte iT-Know-how bei einer einzigen Person, die nach der Übernahme kündigen könnte, gefährdet das den laufenden Betrieb und führt regelmäßig zu Kaufpreisabschlägen.
- Abhängigkeit vom externen Dienstleister: Ist die iT vollständig an einen einzigen Partner ausgelagert, ohne dokumentierte Prozesse und klare Verträge, verliert der Käufer nach dem Closing erheblich an Handlungsfreiheit.
- Offene Stellen bremsen die Integration: Kämpft das Zielunternehmen bereits vor der Transaktion mit unbesetzten iT-Stellen, verzögern sich Integrationsprojekte – in einem Markt, in dem Nachbesetzungen Monate dauern können.
Typische Potenziale
- Qualifiziertes Team als eigenständiger Wert: Für Käufer, die selbst mit Fachkräftemangel kämpfen, kann ein stabiles und kompetentes iT-Team ein wesentliches Kaufargument sein – und rechtfertigt Bewertungsaufschläge.
- Gute Dokumentation beschleunigt die Integration: Unternehmen mit aktuellem Wissensmanagement ermöglichen schnellere und risikoärmere Integrationen, weil kein aufwendiger Wissenstransfer mehr nötig ist.
Prüfungsergebnis: Was Sie von uns erhalten
Sie erhalten eine klare Einschätzung, ob die personelle und organisatorische iT-Aufstellung des Zielunternehmens die Transaktion trägt. Die Ergebnisse fließen direkt in Ihre Kaufpreisentscheidung, Ihre Verhandlungsposition und Ihre Integrationsplanung ein.
Executive Summary
Kompakte Zusammenfassung aller Befunde aus diesem Modul – mit klarer Einschätzung, ob und wo Handlungsbedarf besteht.
Detailbericht
Strukturierte Darstellung der Einzelbefunde, ihrer Bedeutung für die Transaktion und der damit verbundenen Investitions- und Integrationsrisiken.
Handlungsempfehlungen
Priorisierte Maßnahmen für die Zeit vor und nach dem Closing – inklusive Hinweisen zu Übergangsregelungen, die den Betrieb während der Integration absichern.
Prüfungsumfang für Ihre Transaktion besprechen
Sprechen Sie mit uns, wie Modul 4 in ihren Transaktionsprozess passt und welcher Prüfungsumfang sinnvoll ist. Wir beraten Sie unverbindlich.