Modul 10 · Compliance
Regulatorische Verstöße bleiben in M&A-Transaktionen häufig unentdeckt – mit erheblichen Folgen für Kaufpreis, Haftung und Integration. Wir machen sichtbar, welche rechtlichen Anforderungen erfüllt sind und wo Handlungsbedarf besteht.
Prüfungsgegenstand: Was wir konkret untersuchen
Dieses Modul bewertet, ob das Zielunternehmen die wesentlichen gesetzlichen Anforderungen im iT-Bereich einhält. Die zentrale Frage lautet: Welche Compliance-Risiken bestehen, und welche Bußgeld- oder Haftungspotenziale ergeben sich daraus für die Transaktion?
Der Rahmen des Moduls:
- Datenschutz nach DSGVO: Wir untersuchen, ob die gesetzlichen Datenschutzvorgaben umgesetzt sind – von der Dokumentation der Datenverarbeitung bis hin zu den vertraglichen Vereinbarungen mit externen Dienstleistern.
- NIS2-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit: Wir prüfen, ob das Unternehmen die Anforderungen der EU-Richtlinie zur Cybersicherheit erfüllt – einschließlich der persönlichen Haftungsrisiken, die bei Verstößen für die Geschäftsleitung entstehen können.
- Branchenspezifische Anforderungen: In regulierten Branchen gelten zusätzliche Standards, etwa für Automobilzulieferer, Betreiber kritischer Infrastrukturen oder Finanzdienstleister. Wir erfassen, welche Nachweise erforderlich sind und ob sie vorliegen.
- Dokumentations- und Meldepflichten: Wir beurteilen, ob Sicherheitsmaßnahmen vollständig dokumentiert sind und ob das Unternehmen seinen Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden nachgekommen ist.
Transaktionsrelevanz: Warum dieses Modul den Deal beeinflusst
iT-Compliance-Themen werden in M&A-Transaktionen häufig unterschätzt – obwohl die finanziellen und reputativen Konsequenzen erheblich sein können. Compliance-Verstöße können den Kaufpreis drücken, die Integration verzögern oder im Extremfall die Transaktion gefährden. Nachweisbare Regelkonformität dagegen schafft Vertrauen und stärkt die Verhandlungsposition.
Typische Risiken
- Bekannte oder laufende Verstöße gegen Datenschutzvorgaben rechtfertigen erhebliche Kaufpreisabschläge und können darüber hinaus direkte Haftungsfolgen für Käufer auslösen.
- Fehlende Zertifizierungen in regulierten Branchen können bestehende Geschäftsbeziehungen gefährden und den Geschäftsbetrieb nach dem Closing einschränken.
- Unterschiedliche Compliance-Standards zwischen Käufer und Zielunternehmen erfordern eine aufwendige Harmonisierung, die Ressourcen bindet und die Integration verlangsamt.
Typische Potenziale
- Vollständige und aktuelle Compliance-Dokumentation wirkt vertrauensbildend und kann die Verhandlungsposition des Verkäufers gezielt stärken.
- Nachgewiesene Regelkonformität reduziert den Integrationsaufwand und ermöglicht eine verlässlichere Planung nach dem Closing.
Prüfungsergebnis: Was Sie von uns erhalten
Sie erhalten eine strukturierte Einschätzung der Compliance-Situation des Zielunternehmens – nachvollziehbar aufbereitet für Kaufpreisgespräche, Vertragsverhandlungen und die Integrationsplanung. Die Ergebnisse aus Modul 10 fließen direkt in die Gesamtbewertung der Transaktion ein.
Executive Summary
Kompakte Zusammenfassung aller Befunde aus diesem Modul – mit klarer Einschätzung, ob und wo Handlungsbedarf besteht.
Detailbericht
Strukturierte Darstellung der Einzelbefunde, ihrer Bedeutung für die Transaktion und der damit verbundenen Investitions- und Integrationsrisiken.
Handlungsempfehlungen
Priorisierte Maßnahmen für die Zeit vor und nach dem Closing – inklusive Hinweisen zu Übergangsregelungen, die den Betrieb während der Integration absichern.
Prüfungsumfang für Ihre Transaktion besprechen
Ob Sie eine Transaktion begleiten, finanzieren oder selbst verhandeln – rechtliche Risiken im iT-Bereich sollten frühzeitig bewertet sein. Sprechen Sie uns an – wir klären gemeinsam, welchen Stellenwert Modul 10 in Ihrer Transaktion haben sollte.